
Musik
Wild Card
Dampfzentrale · Bern

Musik
Outside 18:00 – 23:00 (Bei schlechtem Wetter im Foyer)
Inside 23:00 – 04:30
Obwohl es im Internet nicht unbedingt viele Spuren von Lauren Duffus gibt, hat die in London geborene Künstlerin in den letzten Jahren still und leise in der Underground-Musikszene und darüber hinaus für Aufsehen gesorgt und dabei die Aufmerksamkeit von Musik-Platformen wie NTS oder AD93 aber auch von der British Vogue auf sich gezogen. Alles begann während des Lockdowns im Jahr 2020, als Duffus anfing, mit Produktionssoftware und einem minimalistischen Heimstudio zu experimentieren. Nach einer Reihe von Lo-Fi- und irgendwie doch auch cineastischen Eigenveröffentlichungen auf Soundcloud wurde sie von NTS unter die Fittiche genommen und in deren begehrtes Künstlerförderprogramm aufgenommen. Seitdem hat sie bei beliebten Underground-Labels wie AD93 veröffentlicht, ist weltweit aufgetreten und wurde von Künstlern wie Benji B und The Avalanches gefeiert. Im Sommer 2025 erschien mit Can’s Gone Warm eine EP, die die ephemere Stimmungswelt von Duffus auf sechs Titeln auffächert und Elemente aus Electronica, R&B, Pop und Ambient verbindet. Im Sommer 2026 folgt ein Kollektivalbum gemeinsam mit Rainy Miller, Bianca Scout und 2K88.
DJ Haram ist eine Produzentin elektronischer Musik, multidisziplinäre Aktivistin und selbsternannte Anti-Format-DJ, die ursprünglich aus New Jersey stammt und derzeit in Brooklyn, NY, lebt. Stilistisch vielseitig, ist Haram bekannt für ihre eklektischen Produktionen und ihr DJing – experimentelle Bass- und Clubmusik; analoge Synthesizer und Percussion; schroffe, an Noise angelehnte Rap-Kollaborationen; sowie die Einbindung von Instrumenten und Samples aus dem Nahen Osten. Sie bildet die Hälfte von 700 Bliss, einem Hip-Hop-/Noise-Projekt mit Moor Mother; die beiden veröffentlichten 2022 das von der Kritik gefeierte Album Nothing to Declare (Hyperdub).
Haram begann, ihre Stimme erstmals in ihren Nothing to Declare-Produktionen einzusetzen, vertiefte dies auf ihrer Solo-EP Handplay (2023 ebenfalls Hyperdub). 2025 erschien dann endlich das langersehnte Debut-Album Beside Myself, wo ihre tiefe, klare und ruhige Stimme klar im Mittelpunkt des Albums steht, während sie mit Freund*innen zusammenarbeitet und in Wort und Klang das umsetzt, was sie als «Überleben des Geistes» bezeichnet. Das Album vereint einen Mix aus verschiedenen Moods und Stilen, mal ruhig, schwer und nachdenklich, mal poetisch und lieb und dann doch auch vibey for the dancefloor – dies alles ohne die über Jahre aufgebaute und klar erkennbare Handschrift der Künstlerin zu verlieren.
Vica (Ana Victoria) Pacheco ist eine in Oaxaca MX geborene und in Brüssel lebende Künstlerin. Ihr multidisziplinäres Schaffen umfasst experimentelle Musikkomposition, Keramik und 3D-Animation. Ihre Arbeit, die oft als eklektisch und energiegeladen beschrieben wird, erforscht mythologische Vermischungen und Interaktionen zwischen Mensch und Nicht-Mensch. Sie verfolgt einen synkretistischen Ansatz, bei dem sie archaische und zeitgenössische Technologien mit heterogenen Elementen verbindet, um immersive Klangperformances und Installationen zu schaffen. Ihre Arbeiten wurden auf zahlreichen internationalen Festivals, in Galerien und Institutionen gezeigt.
Im Rahmen vom Aether zeigt Vica Pacheco ihre Klangperformance «ANIMACY». Dadurch schlägt sie eine Brücke zwischen Animismus, Ritual und Technologie. Inspiriert von präkolumbianischen mesoamerikanischen Pfeifgefäßen – Keramikinstrumenten, die mithilfe von Luft und Wasser Töne erzeugen – hat Pacheco eine Reihe hydraulischer Keramikskulpturen entwickelt, die sowohl als Klang- wie auch als Skulpturwerke fungieren. Diese Werke beschäftigen sich mit den Themen Atem, Organik und dem Zusammenspiel zwischen alten und modernen Technologien. Die Performance entfaltet sich als immersives Klangerlebnis, bei dem Pacheco ihren Körper und ihren Atem einsetzt, um diese Keramikgefäße zum Leben zu erwecken und sie in ein Orchester von Stimmen zu verwandeln, das die Grenze zwischen Mensch und Nicht-Mensch verschwimmen lässt. Der Atem wird zu einer Sprache, um Verbindungen zwischen Körper, Territorium und kollektivem Gedächtnis neu zu denken, während die Verschmelzung vorspanischer Traditionen mit zeitgenössischen digitalen und elektronischen Technologien einen gemeinsamen, multisensorischen Dialog mit Geschichte und Ökologie erzeugt.
LA Timpa ist ein in Nigeria geborener, kanadischer Songwriter, Sänger, Musiker, Produzent und bildender Künstler, der zwischen Toronto, New York und London lebt. LA Timpas Songs verbinden Spuren von Pop, Dub, Ambient sowie experimentelle Elektronik und richten sich thematisch oft nach Innen. Er arbeitet dabei oft mit Improvisation und Tonbandaufnahmen. Seine Musik gibt es auf bereits sechs Alben zu erleben – das aktuellste Glued to the TV erschien erst gerade am 29.5.26 auf Relaxin Records, dem Label von Lolina. Frühere Alben IOX (ebenfalls Relaxin Records, 2025), Time of Marcker (2024), Pity by One All Good Treasure (2022), Modern Antics In A Deserted Place (2020), Equal Amounts Afraid (2019) und Animal (2016) kamen bei Labels wie O_o? (u.a. Dawuna, Honour), Vulgarteen, Halcyon Veil (u.a. Lol k) und Slow Release heruas. LA Timpa hat mit Space Afrika, Tricky, Lol K, Klein und Kathryn Tompkins zusammengearbeitet und ist oft gesehener Gast im Café Oto in London sowie bei NTS oder Rinse FM.
Ein erstes Zusammentreffen der beiden gab es im letzten Herbst: Von Ciro Vitiello, dessen Kompositionen eine poetische Verdichtung von Ambient, Noise und Pop sind und Junge Eko, die ihrer Stimme ein Zuhause in den dunklen und melancholischen Atmosphären unserer Gegenwart gibt. Ihr Zusammentreffen versetzt die Luft sprichwörtlich in Schwingung: Orgelinstrumente stehen im Mittelpunkt dieser Begegnung. So wird das erste gemeinsame Konzert vielleicht zu einer undurchsichtigen Gemengelage, die sich aber mit völliger Klarheit über uns legt. Und uns dort zudeckt, wo die Wärme uns abhanden kommt.
Die*der in Brüssel lebende Künstler*in Loto Retina verbindet traditionelle Einflüsse mit zukunftsweisenden Experimenten und webt ein Klanguniversum, das von keltischer Musik bis hin zu avantgardistischer elektronischer Ästhetik reicht. Bekannt für ihre*seine transdisziplinären Performances und digitalen Projekte, verwandelt Loto Retina Bühnen und Installationen in immersive Umgebungen, in denen sich Klangtexturen mit kulturellem Gedächtnis verflechten. Loto Retina beschreibt seinen*ihren Sound als «Drum ’n’ Gnome» und wirkt weniger wie ein*e konventionelle* Produzent*in, sondern eher wie ein fantastisches Wesen, das in der modernen Welt fehl am Platz ist – und ihre*seine Musik trägt kaum dazu bei, diese Illusion zu zerstreuen.
Mit Veröffentlichungen auf Kultlabels wie Orange Milk und Promesses zaubert Loto Retina einen Wirbelwind aus chaotischen Mikrosamples, gewaltigen Basslines und frenetischer Percussion. Das Ergebnis ist zugleich zutiefst digital und intensiv lebendig – mal wie ein Roboter, der vor Freude überhitzt, mal wie ein Fabelwesen, das in die Arena entfesselt wurde. Ihre*seine Tracks balancieren zwischen Groove und Rumpeln, verspielter Leichtigkeit und roher Intensität und öffnen Portale zwischen überlieferten Traditionen und futuristischen Experimenten. Am Aether öffnet Loto Retina diesmal das Portal in seine*ihre Soundliebschaften im Rahmen eines DJ Sets.
STREIKTHROUGH, eine Zusammenarbeit zwischen Produzent*in Chewlie und dem Dichter Ulaş Ekim Toprak, verbindet ätherische, basslastige Elektronik mit messerscharfem Spoken Word. Aktuelle politische Realitäten werden in ein eindringliches Klangerlebnis verwandelt, in dem Rhythmus auf Rhetorik trifft. Zusammen verschmelzen sie die Grenzen zwischen Club-Energie und poetischer Performance und schaffen einen spannungsgeladenen Raum, der sowohl Katharsis als auch Reflexion zulässt.
Die Dringlichkeit in Sets von Leef hangelt sich in ungebrochener Verkettung von Track zu Track: Egal ob es um vaporisierten Trap, Elektronika oder verschachtelte Clubmusik aus dem Wirkungsfeld Britischer Bassmusik geht: Der Vibe ist nahtlos, der Grime steckt auch in den soften Kanten von Leefs Musiksammlung und wir hangeln uns mit in diese DJ-Gegenwart, die hin und wieder weit in die Vergangenheit zurückgeht um dann sofort wieder in die Zukunft zurück zu kehren.

London-based producer, vocalist, DJ, and singer-songwriter.

Zubeyda Muzeyyen, better known by her stage name DJ Haram, is an American DJ and record producer. She is a member of 700 Bliss, along with Moor Mother. Her debut solo studio album, Beside Myself, was released in 2025.

Producer and artwork designer from Oaxaca, Mexico, currently based in Brussels.

experimental electronic · deconstructed pop · ambient · dub · idm · r&b · trip-hop · chamber pop
LA Timpa ist ein nigerianisch-kanadischer Produzent, Songwriter, Musiker und bildender Künstler, der für seinen ätherischen Sound bekannt ist. Seine Musik, die oft als dekonstruierter Pop, experimentelle Elektronik, Ambient und R&B beschrieben wird, erforscht Themen wie Introvertiertheit, Exil und Entfremdung.

THEY/THEM🥴✩❁㋡👽gnom n bass🔮㋡❁✩💥 The music of french based loto retina combines micro-sample chaos and gloopy bass with unpredictable percussion to create a congregation of organic and mechanical sounds. While there is a digitality to their sound – sometimes sounding like a pleasantly malfunctioning robot – it too holds an animistic and feral quality: this is music that growls as much as it grooves. performed live with a multitude of ensnared sequencers, tangled MIDI-cables, well-worn samplers, and battered drum pads.

Marzilistrasse 47, 3005 Bern, 3005 Bern
Die Dampfzentrale Bern ist ein Kulturzentrum und Restaurant direkt an der Aare, das ein vielfältiges Programm aus zeitgenössischem Tanz, Musik und Clubkultur bietet. Das Restaurant mit Garten serviert innovative, mediterrane Gerichte in einem industriellen Ambiente.

Musik
Dampfzentrale · Bern

Musik
Dampfzentrale · Bern

Musik
Dampfzentrale · Bern

Musik
Dampfzentrale · Bern

Musik
Dampfzentrale · Bern

Musik
Dampfzentrale · Bern